„Sondbachschlorbe“ Vimbuch mit 24 Neumitgliedern
Bühl-Vimbuch (hes). In der ihnen eigenen Bescheidenheit haben sie bisher über Entstehung, Gründung und Engagement nicht allzuviel Aufhebens gemacht. Doch für die rund 25 Veranstaltungen, mit Prunksitzungen und Umzügen, die ihnen in der Fastnachtskampagne '96 bevorstehen, sind sie nicht nur Augen- und Ohrenschmaus, sondern gewiß ein besonderer, farbenfroher Aktivposten. Die „Vimbier Sondbachschlorbe“ haben im „Feurio Vimbi“ eine Heimat gefunden. Mit einem Zuwachs von 24 Neumitgliedern als Musiker ist die Guggenmusik-Formation in der Kampagne '96 erstmals voll intonationsfähig und hervorragend „drauf“.
Dieter Jörger, Manuel Dürr und Stefan Gruber darf man die „Väter“ jenes Gedankens nennen, im Fastnachtsbrauchtum von Vimbuch, gerade im musikalischen Bereich, etwas Neues zu initiieren. Zum Einstieg waren es dann erst einmal sechs Trommler, eine Rhythmusgruppe, der noch die Bläser fehlten. Die „standhaften Sechs“ verstanden ihr Handwerk auch als Werbetrommler. Bereits in einer Versammlung nach der Kampagne '95 kamen zirka 20 Interessierte hinzu. Mit Jochen Denu als Leiter, einem Profi aus der Musikkapelle Vimbuch, war ein weiterer Glücksgriff gelungen. Jochen demonstrierte, wie man ein Instrument hält, auf diesem Töne spielt, die zur großen Freude der Beteiligten nach zahlreichen Proben letztendlich eine Melodie ergaben.
Es ist ein erstaunliches Repertoire, das die 30 Aktiven nach knapp einem Jahr einstudiert haben. Volkslieder, Hits, Evergreens werden heuer intoniert, daß es nur so ,,fetzt“. In der Hierarchie der „Sondbachschlorbe" steht an der Spitze der „Erste Schlorbe“, das ist Dieter Jörger. „Vize-Schlorbe" ist Manuel Dürr, „Geld-Schlorbe“ (Kassierer) ist Stefan Gruber und der „Schreib-Schlorbe“ Frank Lorenz. Dieses Gremium war es in erster Linie, das sich um das heutige schmucke Outfit, das Häs und die herrlichen Masken bemühte. Hierzu hattcn sich Gründungsmitglieder beim „Basler Morgenstraich" Anregungen geholt. Vorbild für das Häs war eine elsässisch-schweizerische Bauerntracht. Die Masken wurden in Basel gefertigt.
Am 11. 11. 1995, bei der Jahresversammung und Eröffnung der Kampagne '96 des „Feurio", stellte sich die Guggenmusikformation, erstmals der Offentlichkeit vor und es gab Riesenbeifall von den Anwesenden. Vergessen war damit jene „bittere Pille", die einst die „sechs Trommler" schlucken mußten, als man ihnen keine allzu lange Lebensdauer prognostizierte.
Doch nicht nur im musikalischen Bereich war ein stetiger Aufwärtstrend zu verzeichnen, wo der musikalische „Leiter-Schlorbe", Jochen Denu, zahlreiche Stücke umschrieb für seine Guggenmusikbesetzung. Fand die erste Probe noch in einem Tante-Emma-Laden statt, zwischen Gurkengläsern, Käse und Salatköpfen, so war das zweite Probelokal im Vimbucher Feuerwehrhaus. Etabliert hat sich die Musikgruppe nach ihren Erfolgen nun in der Tulla-Halle.
„Spielerisch“, so Jochen Denu, „könnten wir noch Baß-, Tuba- und Posaunenbläser brauchen. Schön wäre es, wenn diese Vorkenntnisse haben, was die Probenarbeit erleichtern würde."