Offizielle Vereinsgründung fand vor zwei Jahren statt / In Hauptversammlung auf viele Aktivitäten verwiesen
Bühl-Vimbuch (jure). Die Vimbucher „Sondbachschlorbe Guggis" haben einen neuen ersten Vorsitzenden. Dieter Serr tritt in die Schlorbestapfen von Manuel Dürr, der dem Verein jahrelang vorstand und ihn 1994 mit aus der Taufe hob.
Gerade einmal mit sechs Trommlern begann vor über sechs Jahren die Ara der Vimbucher Guggemusik. Bereits nach der ersten Kampagne erlebte die Gruppe einen immensen Aufschwung: 25 neue Mitglieder konnten bei den „Sondbachschlorben" verzeichnet werden. Heute zählt der Verein 30 aktive Guggemusiker. Gründungsmitglied Manuel Dürr wirkte in den beiden Anfangsjahren zunächst als kommissarischer zweiter Vorsitzender und schließlich bis zur offiziellen Vereinsgründung 1998 als erster Vorsitzender.
Als im Juni 1998 der Eintrag ins Vereinsregister erfolgte, wurde dort als erster Vorsitzender des jungen Vereines ebenfalls Manuel Dürr eingetragen. In der vorangegangenen Gründungsversammlung war der „Oberschlorbe" in seinem Amt offiziell bestätigt worden. Am Donnerstagabend nun gab er sein Amt aus privaten und zeitlichen Gründen ab.
Einen Blick in die Anfänge der Schlorbe warf Dieter Serr, der an die anfängliche Skepsis erinnerte, mit der dem Verein begegnet wurde. „Du hast damals Deine Ideen umgesetzt, obwohl viele das Projekt zum Scheitern verurteilt hatten", lobte Serr den Einsatz von Manuel Dürr um die Guggemusik.
Einen Verein über so lange Zeit zu führen sei sicherlich nicht einfach gewesen, urteilte Serr, der insbesondere die Entwicklung der letzten beiden Jahre herausstellte, die ihn motiviert hätten, nun für das Amt des ersten Vorsitzenden zu kandidieren. Dieter Serr, der bislang als Kassenprüfer tätig war, wurde von der Versammlung einstimmig zu Dürrs Nachfolger gewählt.
Weiterhin das Amt des zweiten Vorsitzenden führt Jochen Denu aus. Als Geldschlorbe erhielt auch Martin Meier wieder das Vertrauen der Mitglieder. Weiter wurden in ihren Ämtern Schriftschlorbe Frank Lorenz und Festschlorbe Patrick Arnold bestätigt. Unterstützung erhält Patrick Arnold im Festausschuss durch Joachim Kietz und Mario Deißler. Als Beisitzer fungieren Manuel Dürr, Matthias Friedmann und Heiko Nufer. Die Kasse werden im kommenden Jahr Martin Fritz und Matthias Huber prüfen.
In seinem Jahresbericht erinnerte Manuel Dürr nochmals an die zahlreichen Aktivitäten des letzten Jahres. Neben vereinsinternen Veranstaltungen wie Silvesterparty, Maitour und Hüttenwochenende, hatte der Verein unzählige Proben zu bewältigen, um sich auf die insgesamt 27 Auftritte vorzubereiten.
Den Höhepunkt bildete auch in diesem Jahr der Brauchtumsabend mit Nachtumzug durch die Vimbucher Dorfmitte zur Tullahalle. Lob für diesen „Spitzenklassenabend" erhielten die Schlorben auch von Ortsvorsteher Bernd Kölmel, der den jungen Verein als eine „starke Truppe" bezeichnete, auf die man sich verlassen könne. Er wünschte den Schlorben für den kommenden Nachtumzug noch mehr Zuschauer entlang der Umzugsstrecke.
Der Erfolg der Veranstaltungen spiegelt sich auch in der Kasse wider: Kassierer „Geldschlorbe" Martin Meier konnte von einem Plus in der Kasse berichten. Zwei Wünsche wurden abschließend geäußert. Vizeschlorbe Jochen Denu, gleichzeitig auch musikalischer Leiter, mahnte bessere Probenpünktlichkeit an und der neue Vorsitzende Dieter Serr sprach den Wunsch nach einem eigenen Proberaum aus.